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Paul Geheeb
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Paul („Paulus“) Geheeb (* 10. Oktober 1870 in Geisa/Rhön; † 1. Mai 1961 in Hasliberg-Goldern/Schweiz) war ein deutscher ReformpĂ€dagoge. Als GrĂŒnder der Odenwaldschule und der Ecole d’HumanitĂ© ist er eine wichtige Person der Landerziehungsheimbewegung.

Contents

‱ Leben
‱ Koedukation
‱ Kritik
‱ Schriften
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Leben

Kindheit und Jugend (1870–1889)

Paul Geheeb war das zweite von fĂŒnf Kindern des Apothekers und Moosforschers Adalbert Geheeb (1842–1909) und seiner Frau Adolphine, geborene Calmberg (1841–1884). Paul Geheeb besuchte die Gymnasien in Fulda und Eisenach, wo seine Tante wohnte und ihn versorgte. Als er 14 Jahre alt war, starb – fĂŒr ihn unerwartet – seine Mutter. Als beinahe 90-JĂ€hriger sagte Geheeb dazu:

„Ich hatte eher einen Weltuntergang möglich gehalten als dass der gute, himmlische Vater, zu dem ich tĂ€glich betete, meine Mutter hĂ€tte sterben lassen 
 Noch heute muss ich den Tod als die grösste Katastrophe meines katastrophenreichen Lebens bezeichnen. Ich war eine Reihe von Jahren danach gemĂŒtskrank, sodass man mich heute in ein Psychopathenheim gesteckt haben wĂŒrde, und war öfters im Begriff, meinem Leben ein Ende zu machen. [
] WĂ€hrend bis zum Tode meiner Mutter meine Interessen ausschliesslich auf naturwissenschaftlichem, besonders auf botanischem Gebiet gelegen hatten, wandte ich mich nunmehr philosophischen und religiösen Fragen zu und hatte, unter dem Einfluss eines ausgezeichneten Religionslehrers am Eisenacher Gymnasium, (er wurde spĂ€ter an die UniversitĂ€t in Tokio berufen)cite-ref-1[1] den ersten sehr heftigen Zusammenstoss mit der Persönlichkeit Jesus von Nazareth. Von da an ging meine ganze Sehnsucht darauf, den armen, unglĂŒcklichen Menschen zu helfen, besser und glĂŒcklicher zu werden.“cite-ref-2[2]

Studium und pĂ€dagogische Lehr- und Wanderjahre (1889–1909)

1889/90 absolvierte Geheeb seinen MilitĂ€rdienst als EinjĂ€hrig-Freiwilliger in Gießen. Danach studierte er in Berlin und Jena. Zu seinen Lehrern gehörten u. a. die Theologen Otto Pfleiderer, Richard Adelbert Lipsius und der junge FĂŒhrer der theologischen Linken Otto Baumgarten.

WĂ€hrend seines Studiums wurde Geheeb Mitglied der Reformburschenschaften Burschenschaft Arminia Gießen und der Burschenschaft Neogermania Berlin im Allgemeinen Deutschen Burschenbund.cite-ref-3[3] In einer 1891 unter dem Pseudonym Paul Freimut erschienenen BroschĂŒre kritisiert Geheeb den Unsinn des Duellwesens und den ĂŒbermĂ€ĂŸigen Alkoholkonsum ebenso wie die leere Geselligkeit der Burschenschaften und – in seiner Zeit vor allem auffallend – den in der akademischen Jugend offenbar zum guten Ton gehörenden respektlosen Umgang mit Frauen. Es sei nicht nur traurig anzuhören, sondern auch Zeichen einer großen Gefahr, „wenn deutsche Musensöhne das Weib das elendeste und erbĂ€rmlichste aller Geschöpfe nennen, das weibliche Geschlecht als das lediglich passive bezeichnen und mehr und mehr der Anschauung huldigen, das Weib habe keine höhere Bestimmung, als dass es dem Manne zur Befriedigung seiner sinnlichen LĂŒste und als Maschine zur Fortpflanzung des Menschen diene.“cite-ref-4[4]

Im April 1893 legte Geheeb das erste theologische Examen vor der sachsen-weimarischen Kirchenbehörde ab. Dabei war seine liberale Deutung der Blindenheilung durch Jesus Christus bei einigen FunktionĂ€ren der Kirche auf Kritik gestoßen. Diese Erfahrung verstĂ€rkten seine Zweifel am Sinn des von ihm eingeschlagenen Weges, sodass er sich in der Folge verstĂ€rkt medizinischen, psychologischen, pĂ€dagogischen und philologischen FĂ€chern zuwandte. Sein Theologiestudium fĂŒhrte er abwechselnd in Jena und Berlin fort, schloss es nach zwölf Semestern 1899 jedoch nicht mit dem zweiten kirchlichen Examen, sondern mit dem Oberlehrerexamen ab.cite-ref-5[5]

Da ihm seine Familie Studium und Unterhalt nicht finanzieren konnte, arbeitete Geheeb von April 1893 bis Juni 1894 neben dem Studium als Lehrer und Erzieher in Johannes TrĂŒpers Anstalt fĂŒr psychopathische Kinder auf der Sophienhöhe bei Jena und betreute danach fĂŒr weitere anderthalb Jahre einen epilepsiekranken Jungen einer Jenaer BĂŒrgerfamilie – TĂ€tigkeiten, durch die er u. a. auch mit dem damaligen Leiter der Psychiatrischen UniversitĂ€tsklinik von Jena Otto Binswanger und dessen Oberarzt Theodor Ziehen, zu dessen Patienten damals auch Friedrich Nietzsche gehörte, in Verbindung kam. WĂ€hrend seiner gesamten Studienzeit engagierte sich Geheeb zudem im Kampf gegen den Alkoholismus; er war Mitglied der Guttempler und verkehrte in der Deutschen Gesellschaft fĂŒr ethische Kulturcite-ref-6[6] und im Kreise Moritz von Egidys. FĂŒr einen Mann seiner Generation besonders auffallend war Geheebs starkes Interesse fĂŒr die Anliegen der Frauenbewegung, mit der er aufgrund seiner Freundschaft zu Minna Cauer, Anita Augspurg, Lily Braun, Jeannette Schwerin wĂ€hrend der 1890er Jahre auch persönlich verbunden war.

1892 schloss Geheeb Freundschaft mit Hermann Lietz (1868–1919), der nach einer grĂŒndlichen pĂ€dagogischen Ausbildung bei Wilhelm Rein in Jena und einigen Schulerfahrungen (u. a. einem Jahr an Cecil Reddies 1889 gegrĂŒndeten New School of Abbotsholme) 1898 das erste deutsche Landerziehungsheim in Ilsenburg am Harz eröffnete. 1930 schrieb Geheeb ĂŒber diese fĂŒr seine weitere Entwicklung zentrale Begegnung:

„Zwischen Lietz und mir entstand bald eine innige und ungemein fruchtbare Freundschaft; Gemeinsam vertieften wir uns in die Philosophie Fichtes und entwickelten unsere pĂ€dagogischen Ideen. Wir hatten viel in StĂ€dten gelebt, einen Teil unserer Studienzeit in Berlin zugebracht, wo uns das soziale Elend der Großstadt mit Grauen erfĂŒllte; und durchdrungen von der Überzeugung, daß nicht nur vor hundert Jahren die Welt mehr oder weniger verderbt gewesen sei, wurden wir in dem starken GefĂŒhle fĂŒr den Antagonismus zwischen wahrem Menschentum und den Übeln der Zivilisation begeisterte JĂŒnger Fichtes. Uns beschĂ€ftigten also nicht eigentlich die damals allmĂ€hlich in Fluß kommenden Fragen der Schulreform [
] Vielmehr interessierte uns der Mensch in seiner TotalitĂ€t; mit warmem Interesse verfolgten wir, im Verkehr mit August Bebel und anderen sozialistischen FĂŒhrern, die damals immer mĂ€chtiger anwachsende sozialdemokratische Bewegung, und es war hauptsĂ€chlich das unerquickliche parteipolitische Treiben, das uns hinderte, ihr uns anzuschließen. Uns handelte es sich um das Problem, das gesamte Leben der Menschen auf eine völlig neue, gesĂŒndere Basis zu stellen, und zwar vermittelst einer von Grund aus neuen Erziehung, wie Fichte sie in seinen Reden an die deutsche Nation gepredigt.“cite-ref-pg-ows-7-0[7]

Obschon Lietz seinen Freund Geheeb gerne in Ilsenburg gehabt hĂ€tte, nahm dieser 1899 zunĂ€chst eine Stelle als Lehrer im neu eröffneten Sanatorium des Carl Gmelin in Wyk auf Föhr an. 1902 folgte er schließlich dem DrĂ€ngen seines Freundes Lietz und ging als Lehrer nach Haubinda, Lietz’ zweiter SchulgrĂŒndung aus dem Jahr 1901. Nach der GrĂŒndung eines dritten Landerziehungsheims in Schloss Bieberstein (Hessen) bei Fulda ĂŒbernahm Geheeb 1904 die Leitung von Haubinda, trennte sich jedoch im Juni 1906 im Streit von Lietz und eröffnete im September desselben Jahres zusammen mit Gustav Wyneken, Martin Luserke und einigen weiteren Mitarbeitern und SchĂŒlern von Haubinda die in der NĂ€he des thĂŒringischen Saalfeld gelegene freie Schulgemeinde Wickersdorf.

Trotz des Erfolgs der neuen Schule verließ Geheeb Wickersdorf im Februar 1909, da er – nervlich aufgrund der aufreibenden Jahre bei Lietz und aufgrund einer unglĂŒcklichen ersten Ehe angeschlagen – mit seinem Mitdirektor Wyneken nicht zurechtkam.cite-ref-8[8] Auf der Suche nach einem Standort fĂŒr eine eigene Schule verhandelte Geheeb wĂ€hrend der nĂ€chsten Monate u. a. mit Wolf Dohrn, dem leitenden GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Gartenstadtgesellschaft Hellerau, ĂŒber die Übernahme der dort geplanten Schule; er erwog kurzzeitig die GrĂŒndung eines Landerziehungsheimes zusammen mit Ludwig Gurlitt (1855–1931) und bat in Bayern ohne Erfolg um die Konzession zur FĂŒhrung einer privaten Internatsschule.cite-ref-9[9]

GrĂŒndung der Odenwaldschule – nationale und internationale Bekanntheit (1910–1934)

Nach der Scheidung von seiner ersten Frau Helene Merck heiratete Geheeb im Oktober 1909 Edith Cassirer (1885–1982), die er als Praktikantin in Wickersdorf kennengelernt hatte, und im April 1910 eröffneten er und Edith Geheeb die Odenwaldschulecite-ref-10[10] in Ober-Hambach, in der NĂ€he von Heppenheim.

Durch die in ihr praktizierte Koedukation von Jungen und MĂ€dchen, die Organisation des Unterrichts im Rahmen eines flexiblen Kurssystems und durch die in ihr verwirklichte SchĂŒlermitbestimmung erregte die Odenwaldschule bei pĂ€dagogisch engagierten Menschen von Anfang an betrĂ€chtliches Interesse. WĂ€hrend der Zeit der Weimarer Republik gehörte die von Geheebs Schwiegervater, dem Charlottenburger Kommunalpolitiker und Industriellen Max Cassirer finanziell großzĂŒgig unterstĂŒtzte Schule zu den auch international bekanntesten Reformschulen Deutschlands. Bereits 1911/12 konnte die Schule durch den Bau von vier neuen, vom Bensheimer Architekten Heinrich Metzendorf entworfenen HĂ€usern wesentlich erweitert werden.cite-ref-11[11] Die HĂ€user trugen die Namen der „Heroen“ der Schule: Goethe, Fichte, Herder, Humboldt und Schiller. Diese Namen markieren zugleich Geheebs geistige Wurzeln.

Der Erste Weltkrieg und die ersten Jahre der Weimarer Republik waren auch fĂŒr die Odenwaldschule materiell schwierige Zeiten. Im Gegensatz zur Mehrheit der deutschen Intellektuellen stand Geheeb dem Ersten Weltkrieg von Anfang an ablehnend gegenĂŒber. Geheeb weigerte sich, die deutschen Siege oder den Geburtstag des deutschen Kaisers zu feiern; stattdessen feierte man die Geburtstage der Heroen der Schule und anderer bedeutender Menschen. Diese GleichgĂŒltigkeit gegenĂŒber dem Symbol deutscher Macht und der offensichtliche Mangel an nationaler Begeisterung fĂŒhrten im Verlauf des Krieges regelmĂ€ĂŸig zu Reibereien mit Behörden und patriotisch gesinnten Freunden. Anfang 1918 drohte sogar kurzfristig die Schließung der Schule.

Obgleich Geheeb das Ende der selbststĂ€ndigen deutschen FĂŒrstentĂŒmer der Vorkriegszeit mit ihrem individuellen Charakter und ihrer zum Teil großen kulturellen Ausstrahlung bedauerte und sich nicht sogleich in die neue Zeit fand, freundete er sich bald mit der Weimarer Republik an. Im Laufe der folgenden Jahre knĂŒpfte er als Teilnehmer zahlreicher Tagungen viele fĂŒr die Entwicklung der Schule Ă€ußerst wertvolle Verbindungen. Er engagierte sich – wenn auch oft mit betrĂ€chtlichem Widerwillen wegen der rein materiellen Zielsetzungen dieser Vereinigung – im Rahmen der im Oktober 1924 in der Odenwaldschule gegrĂŒndeten Vereinigung der freien Schulen und Landerziehungsheime Deutschlands, zu deren „linkem FlĂŒgel“ die Odenwaldschule zĂ€hlte.cite-ref-12[12] Ab 1925 nahmen er und seine Frau – mit bedeutend mehr Freude – zudem regelmĂ€ĂŸig an den alle paar Jahre stattfindenden großen Konferenzen der New Education Fellowship teil und halfen beim Aufbau der deutschen Sektion dieser internationalen Erziehungsbewegung.

Zum (pĂ€dagogischen) Freundes- und Bekanntenkreis der Geheebs zĂ€hlten Hermann Hesse, Romain Rolland, Martin Buber, Georg Kerschensteiner, Stephanie Held-Ludwig, Elisabeth Rotten, Adolphe FerriĂšre und Pierre Bovet, Peter Petersen und Eduard Spranger, Alexander Neill, Bernhard Uffrecht, Beatrice Ensor, Kuniyoshi Obara und Charleton W. Washburn. Zu den prominenten SchĂŒlern der geheebschen Odenwaldschule gehörten u. a. Klaus Mann, Geno und Felix Hartlaub, Wolfgang Hildesheimer, Wolfgang Porsche und Beate Uhse. Ein Höhepunkt der internationalen Anerkennung der Geheebs war ein dreitĂ€giger Besuch des indischen Politikers, Dichters und Philosophen Rabindranath Tagore Anfang August 1930 in der zu diesem Zeitpunkt rund 200 SchĂŒler zĂ€hlenden Odenwaldschule. Dieser Besuch war auch Ausdruck der vielfĂ€ltigen Beziehungen, welche die Geheebs seit Beginn der 1920er Jahre mit Indien verbanden.

Emigration in die Schweiz und Aufbau der École d’HumanitĂ© (1934–1961)

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde die Odenwaldschule zweimal von lokalen SA-Gruppen ĂŒberfallen. Es wurden GewalttĂ€tigkeiten an jĂŒdischen Mitarbeitern verĂŒbt. Obwohl Geheeb die neue Regierung in Berlin vor versammelter Schule als „Verbrecherbande“ bezeichnet hatte und Edith Geheeb aus einem jĂŒdischen Haus stammte, ließ man die Geheebs selbst in Ruhe. Anders als die Freie Schul- und Werkgemeinschaft seines Freundes Bernhard Uffrecht, die von den neuen Machthabern im April 1933 geschlossen wurde, beschrĂ€nkte man sich im Falle der Geheebs – wohl nicht zuletzt auch aus RĂŒcksicht auf das hohe internationale Prestige der Odenwaldschule – darauf, den grĂ¶ĂŸten Teil der bisherigen Mitarbeiter der Schule durch politisch zuverlĂ€ssige junge Assessoren zu ersetzen. Zudem sollten Jungen und MĂ€dchen, die bis dahin stets gemeinsam in denselben HĂ€usern gewohnt hatten, ab April 1933 in getrennten HĂ€usern untergebracht werden. Nach weiteren ZusammenstĂ¶ĂŸen mit dem neuen Regime und nach weiteren Eingriffen in ihre Schule beschlossen die Geheebs, ihre Schule zu schließen und in die Schweiz ĂŒberzusiedeln.

Um Repressionen gegenĂŒber ehemaligen und kĂŒnftigen Odenwaldschulabsolventen und gegenĂŒber dem Besitzer der Schule, Edith Geheebs Vater Max Cassirer, zu vermeiden, tarnten sie die Schulschließung als wirtschaftliche Notwendigkeit, indem sie vertrauenswĂŒrdige Eltern im Laufe des Sommers und Herbstes 1933 um die Abmeldung ihrer Kinder baten. Schließlich zogen Paul und Edith Geheeb mit dem Segen der Berliner Machthaber im April 1934 mit zwei oder drei Mitarbeitern und zwei Dutzend SchĂŒlern in die Schweiz, wo sie ihre Arbeit zunĂ€chst als GĂ€ste des quasi bankrotten, oberhalb von Versoix bei Genf gelegenen Institut Monnier fortsetzten, wĂ€hrend Heinrich Sachs und Werner Meyer, zwei frĂŒhere Mitarbeiter, auf dem GelĂ€nde der „alten“ Odenwaldschule die Gemeinschaft der Odenwaldschule eröffneten.

Obwohl Geheeb dem Vorhaben – nicht zuletzt aufgrund der wirtschaftlichen Interessen seines Schwiegervaters – ausdrĂŒcklich zugestimmt hatte und Meyer und Sachs sich bemĂŒhten, die neue Schule im Geiste der alten Odenwaldschule zu fĂŒhren, betrachtete Geheeb die schnell wachsende Gemeinschaft der Odenwaldschule von Anfang an mit Argwohn. Meyer wurde nach Ende der Aufnahmesperre der Partei 1937 zudem Mitglied der NSDAP. Nach der Schließung der Schule durch die US-Amerikaner im Sommer 1945 bemĂŒhte Sachs sich vergeblich um die Wiederherstellung des Kontaktes zu Geheeb. Dieser lehnte jeden Versuch einer VerstĂ€ndigung ab. Seine Schroffheit trug damals wesentlich zur Spaltung der mit der Odenwaldschule verbundenen Menschen in ein Pro- und ein Anti-Sachs-Lager bei, was die Aufarbeitung der Geschichte der zweiten Odenwaldschule lange erschwert hat.cite-ref-13[13]

AnlĂ€sslich der Eröffnung seiner neuen Schule im April 1934 betonte Geheeb, dass es dabei nicht einfach um die FortfĂŒhrung der bisherigen Arbeit gehe. Angesichts der politischen Lage gelte es mehr denn je, die Verbindung der Menschen untereinander zu stĂ€rken. Die neue Schule solle deshalb keine deutsche oder französische oder schweizerische Schule, sondern eine ĂŒbernationale Schule, eine „Schule der Menschheit“ werden.

„Im bescheidenen Rahmen unserer kleinen Schule am Genfer-See wollen französische und schweizerische und deutsche, hoffentlich bald auch englische Kultur in fruchtbarer, gegenseitig bereichernder Auseinandersetzung aufeinander wirken, wollen Abend- und Morgenland einander begegnen; und wenn es uns gelingt, zu verwirklichen, was mir vorschwebt, so werden wir in einigen Jahren weder eine französische, noch eine deutsche, noch eine englische, noch eine schweizerische Schule sein, sondern die Schule der Menschheit“, so Geheeb anlĂ€sslich der Schuleröffnung am 17. April 1934.cite-ref-14[14]

Nach anfĂ€nglichen Erfolgen wurde es ab 1936/37 allerdings immer schwieriger, die Schule, die jetzt zum großen Teil von jĂŒdischen und „halbjĂŒdischen“ Kindern aus Deutschland und von Kindern emigrierter Deutscher besucht wurde, materiell ĂŒber Wasser zu halten. Immer mehr Eltern waren aufgrund ihrer eigenen finanziellen Lage auf großzĂŒgige Schulgeldreduktionen angewiesen, und die Überweisung von Geldern aus dem Ausland wurde wegen zunehmender Restriktionen auch da immer schwieriger, wo Eltern noch hĂ€tten zahlen können. Zu diesen Problemen traten Konflikte mit dem Besitzer des Instituts Monnier und mit dem Verband Schweizer Privatschulen, bei dem man angesichts der an der Wirtschaftskrise leidenden eigenen Schulen nicht begeistert ĂŒber den prominenten Konkurrenten aus Deutschland war.

Nach zwei mehr oder weniger unfreiwilligen Ortswechseln ließen sich die Geheebs im Oktober 1939 mit den Resten ihrer mittlerweile ganz verarmten Schule in Schwarzsee, einem kleinen Dörfchen in den Freiburger Voralpen nieder, wo sie den Krieg in Ă€ußerst beengten VerhĂ€ltnissen ĂŒberstanden.

Am 7. Oktober 1941 veröffentlichte der Deutsche Reichsanzeiger AusbĂŒrgerungsentscheide des Reichsministerium des Innern in Form der AusbĂŒrgerungsliste 257 des Deutschen Reichs, durch die Paul Geheeb und seine Ehefrau rechtswirksam vom Deutschen Reich ausgebĂŒrgert wurden.cite-ref-15[15]

Nachdem die SchĂŒlerzahl von rund 60 im Jahr 1936 auf 25 im Jahr 1939 und auf 7 im Jahr 1940 zurĂŒckgegangen war und die Schließung der Schule unumgĂ€nglich schien, begannen die Geheebs enger mit den damals aktiv werdenden Schweizer Hilfswerken, insbesondere mit dem Schweizer Hilfswerk fĂŒr Emigrantenkinder, zusammenzuarbeiten. Am Ende des Krieges war die SchĂŒlerzahl der École d’HumanitĂ© erneut auf rund 40 angewachsen. Bei den meisten der neuen SchĂŒlern handelte es sich um traumatisierte Kriegsopfer, FlĂŒchtlingskinder aus Frankreich und anderen europĂ€ischen Staaten sowie vereinzelte Kinder aus den befreiten Konzentrationslagern. Damit hatte sich die soziale Situation der Schule im Vergleich zu frĂŒher radikal geĂ€ndert. Von einer Bildungsanstalt fĂŒr die Kinder des linken und liberalen BĂŒrgertums und einer avantgardistischen KĂŒnstlerbohĂšme war sie zu einem Auffangbecken fĂŒr soziale NotfĂ€lle aller Art geworden.

Nach Kriegsende angefragt, ob sie nach Deutschland zurĂŒckkehren wollten, um die Leitung der neu zu eröffnenden Odenwaldschule zu ĂŒbernehmen, lehnten die Geheebs trotz ihrer schwierigen Situation ab und empfahlen stattdessen, Minna Specht, die nach England emigrierte ehemalige Mitarbeiterin Leonhard Nelsons, die bis 1933 das Landerziehungsheim WalkemĂŒhle geleitet hatte, mit der Aufgabe zu betrauen. Gezwungen, ihr Domizil am Schwarzsee aufzugeben, zogen die Geheebs im Mai 1946 erneut um. Es war ihr fĂŒnfter Umzug in der Schweiz. Sie ließen sich in Hasliberg-Goldern im Berner Oberland, dem heutigen Standort der École d’HumanitĂ©, nieder. Die VerhĂ€ltnisse gestalteten sich auch dort anfĂ€nglich Ă€ußerst schwierig, doch gab Geheeb die Hoffnung nicht auf, seine Idee einer alle Kulturgemeinschaften umfassenden Schule der Menschheit schließlich doch noch in großem Maßstab verwirklichen zu können. WĂ€hrend zwei, drei Jahren stieß er damit innerhalb der Schweiz tatsĂ€chlich erstmals auf ein gewisses Interesse. VorĂŒbergehend erwogen Geheeb und Walter Robert Corti, der GrĂŒnder des 1948 eröffneten Kinderdorfs Pestalozzi, eine Zusammenarbeit, und es gab andere, Ă€hnliche PlĂ€ne, doch letztlich fehlten die Entschlossenheit und das Geld, mehr zu tun als den schwierigen Alltag in der real existierenden Schule zu bewĂ€ltigen.

Dank der Tatkraft von Edith Geheeb und einigen neu dazugestoßenen Mitarbeitern stabilisierte sich die Schule im Laufe der 1950er Jahre nach und nach.cite-ref-16[16]

Geheeb, der anlĂ€sslich seines 90. Geburtstags die EhrendoktorwĂŒrde der UniversitĂ€t TĂŒbingen und der von Tagore gegrĂŒndeten Visva-Bharati-UniversitĂ€t im indischen Shantiniketan erhalten hatte und von der Kultusministerkonferenz der Bundesrepublik Deutschland in aller Form ausgezeichnet worden war, starb am 1. Mai 1961 in seiner Schule.

Trotz der Ehrungen aus aller Welt schien Geheeb nach dem Krieg den Anschluss an die neue Zeit mit ihren scheinbar neuen Fragen nicht mehr geschafft zu haben. Der Versuch eines kritisch-selbstkritischen Dialogs zwischen Geheeb und der 1946 unter der Leitung Minna Spechts neu eröffneten Odenwaldschule, den diese anlĂ€sslich ihres 40. GrĂŒndungsjubilĂ€ums im Sommer 1950 unternommen hatte, war im Grunde gescheitert. Auch aus der internationalen Arbeit zog Geheeb sich nach dem Krieg mehr und mehr zurĂŒck. Seine Ideale schienen ĂŒberlebt, und seine Sprache wurde nicht mehr verstanden.

Nach dem Tod Geheebs ĂŒbernahmen Armin und Natalie LĂŒthi-Peterson, unterstĂŒtzt von der mittlerweile 76-jĂ€hrigen Edith Geheeb, die Leitung der Schule. Edith Geheeb, die „starke Frau“ hinter Geheeb, die sich wĂ€hrend all der Jahre um das wirtschaftliche Überleben seiner Schulen gekĂŒmmert hatte, starb am 29. April 1982.

Es gibt einige PĂ€dagogen, die durch Geheebs „Schule“ gegangen sind und seine GrundsĂ€tze von dort an andere Orte getragen haben und tragen.cite-ref-17[17]cite-ref-18[18] Auch einzelne direkt von Geheeb inspirierte SchulgrĂŒndungen lassen sich nachweisen, so insbesondere die 1937 durch zwei ehemalige Mitarbeiter der Geheebs gegrĂŒndete Childrens Garden School in Madras, Indien. Dazu kommen natĂŒrlich die von Paul und Edith Geheeb selber gegrĂŒndeten Schulen.

Geheebs pÀdagogische Position

Allgemeines zur Bewegung der deutschen Landerziehungsheime

Die Bewegung der deutschen Landerziehungsheime oder der New Schools bzw. Ecoles Nouvelles Ă  la Campagne, wie dieselbe Bewegung im englischen und französischen Sprachraum hieß, war ein Teil der kulturkritischen und lebensreformerischen Protestbewegungen, mit denen das ausgehende 19. Jahrhundert in Europa und den USA auf die Industrialisierung und die diese begleitenden gesellschaftlichen VerĂ€nderungen reagierte. Die Landerziehungsheimbewegung wollte die diagnostizierte Krise „vermittelst einer von Grund aus neuen Erziehung“ auffangen und ĂŒberwinden. In diesem Sinn schrieb Geheeb 1930:

„Die Jugend soll zu tapferen KĂ€mpferscharen erzogen werden, die sich nicht feige in die Welt, die in vielen Hinsichten immer verderbt ist, hineinfĂŒgen, sondern gelernt haben, gegen den Strom zu schwimmen, der Mode und Konvention auf Ă€ußeren und geistigen Gebieten und allem, was jeweils „modern“ genannt wird, souverĂ€n gegenĂŒberzustehen [
] Jeder JĂŒngling, jedes MĂ€dchen lernt im Landerziehungsheim, als verantwortungsvolles Glied einer kleinen Gemeinschaft zu leben, um als StaatsbĂŒrger spĂ€ter mit voller Hingabe dem Wohle der Nation zu dienen. So soll die neue Jugend weit ĂŒber den Rahmen ihrer Heime hinaus wirken zur völligen Umgestaltung der menschlichen Gesellschaft!“

–

Paul Geheeb

:

Die Odenwaldschule im Lichte der Erziehungsaufgaben der Gegenwahrt. 1930.

Statt in stĂ€dtischen Tagesschulen sollte die Jugend in ĂŒberschaubaren, auf einem partnerschaftlichen VerhĂ€ltnis von Jung und Alt beruhenden lĂ€ndlichen Erziehungsgemeinschaften heranwachsen. Trotz dieses gemeinsamen Ausgangspunktes kann man von einer PĂ€dagogik der Landerziehungsheime im Grunde allerdings ebenso wenig sprechen, wie von einer einheitlichen ReformpĂ€dagogik: WĂ€hrend körperliche Leistungen – lange Radtouren, Arbeiten in Wald und Feld oder sportliches Engagement im Dienste der Gesellschaft – bei Hermann Lietz oder Kurt Hahn eine große Rolle spielten, legten der weichere Geheeb, Martin Luserke, Max Bondy und andere LanderziehungsheimgrĂŒnder beispielsweise mehr Gewicht auf musische und handwerkliche AktivitĂ€ten und auf ein eher kontemplatives VerhĂ€ltnis zur Natur. Ähnliche, mehr oder weniger große Unterschiede gab es auch im Bereich der SchĂŒlermitbestimmung und der Unterrichtsorganisation oder in der Frage der Koedukation.

Koedukation

Hier war Geheeb vielleicht mehr als in jedem anderen Bereich Pionier, denn die Odenwaldschule war die erste koedukative (Internats)-Schule Deutschlands, die diesen Namen wirklich verdiente. Geheeb, der bei Johannes TrĂŒper ein gemischtes (heilpĂ€dagogisches) Internat erlebt und 1899/1900 in Wyk auf Föhr weitere Erfahrungen mit der Koedukation gemacht hatte, empfand die in den damaligen staatlichen und nicht-staatlichen Schulen vorherrschende Trennung der Geschlechter als zutiefst unpĂ€dagogische Reduktion der natĂŒrlichen Welt. WĂ€hrend er bei Lietz kein VerstĂ€ndnis fĂŒr sein Anliegen fand und die Koedukation auch in Wickersdorf, wo sie ab 1906 Teil des Schulprogramms war, nur halbherzig durchgefĂŒhrt wurde, wurde sie ab 1910 zum eigentlichen Markenzeichen der Odenwaldschule. Fritz Karsen schreibt ĂŒber seine EindrĂŒcke von der Odenwaldschule nach einem kurzen Besuch 1921:

„Die persönlich-menschliche Umwelt hat den denkbar grössten Reichtum. Alle Lebensalter von dem kleinen Kind an, das noch der Kinderpflegerin bedarf, und dem Kind im Spielalter (Kindergarten) an bis zu den erwachsenen SchĂŒlern und SchĂŒlerinnen und schließlich auch den im verschiedensten Alter stehenden Lehrern leben hier zusammen. Beide Geschlechter, unter den SchĂŒlern und unter den Lehrern, sind gleichberechtigt und gleichverpflichtet. Damit ist gesagt, dass hier der Versuch gemacht ist, die in den Staatsschulen ĂŒbliche völlige Trennung der Geschlechter aufzuheben und die Jugend ein natĂŒrliches Gemeinschaftsleben fĂŒhren zu lassen. – Die Odenwaldschule ist zweifellos die einzige Schule in Deutschland, die wirkliche Koedukation hat. Man könnte noch an Wickersdorf denken, aber bei dem Vergleich beider Anstalten springt ein Unterschied ins Auge. [
] So schön sich auch das Zusammenleben der Geschlechter dort entfaltet hat, eine gewisse Ă€ussere Trennung ist immer bewahrt worden. Die MĂ€dchen haben ihr eigenes GebĂ€ude, das sogenannte „Herrenhaus“, das fĂŒr die Knaben von einer gewissen Tageszeit an nicht mehr geöffnet ist. Auch wird von genauesten Kennern Wickersdorfs behauptet, dass Knaben und MĂ€dchen in Wickersdorf zwar gleichberechtigt, aber nicht in gleicher Weise bestimmend seien, das vielmehr die Knaben den Ton und Stil im Wesentlichen angĂ€ben. In der Odenwaldschule bestehen keinerlei Ă€ussere Scheidungen. Knaben und MĂ€dchen wohnen in den einzelnen HĂ€usern Zimmer bei Zimmer, besuchen sich, wann sie wollen, ohne dass irgendwie eine kleinliche Aufsicht geĂŒbt wird. [
] So viel ich in der kurzen Zeit beobachten konnte, ist das VerhĂ€ltnis zwischen den Geschlechtern einfach und natĂŒrlich wie in einer Familie, und ich habe den Eindruck, dass gerade die Koedukation den charakteristischen Zug im Bilde der Odenwaldschule und ihrer Zöglinge ausmacht.“cite-ref-fk457ff-19-0[19]

Wenn die gemeinsame Erziehung von Knaben und MĂ€dchen nach dem Ersten Weltkrieg auch nicht mehr ganz so neu und exotisch war wie 1910, so blieb sie im deutschen Sprachraum doch bis in die 1960er Jahre vielfach eine Ausnahme. (Das NS-Regime zwang sogar bisherige Koedukationsschulen zu getrennten Klassen.) Die Odenwaldschule galt daher auch wĂ€hrend der Weimarer Republik als die Koedukationsschule schlechthin.cite-ref-20[20] Geheeb galt bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten als einer der profiliertesten Experten zu diesem Thema. Er war ĂŒberzeugt davon, dass sich die gemeinsame Erziehung von Knaben und MĂ€dchen nicht nur positiv auf deren individuelle Entwicklung und deren spĂ€teres VerhĂ€ltnis zueinander auswirke. Er sah in der Koedukation auch ein wichtiges Mittel zur „Überwindung der einseitigen MĂ€nnerkultur“.cite-ref-21[21] Im Grunde lag fĂŒr ihn gerade hier, in diesem politisch-kulturellen Bereich, die eigentliche Bedeutung der Koedukation.

Flexible Kurse statt starre Jahrgangsklassen

Die unter der FederfĂŒhrung eines jungen Mitarbeiters der Schule, Otto Erdmann, wĂ€hrend der ersten drei Jahre ihres Bestehens entwickelte, 1914 erstmals öffentlich vorgestellte besondere Arbeitsorganisation der Odenwaldschulecite-ref-22[22] war ein zweiter Grund fĂŒr das große Interesse an Geheebs Arbeit bei in- und auslĂ€ndischen Fachleuten schon bald nach Eröffnung der Schule. Auch in diesem Bereich ging man in der Odenwaldschule weiter als in den meisten Reformschulen jener Jahre, einschließlich der Lietzschen Landerziehungsheime und der bunten Schar ihrer Nachfolger. Nachdem zunĂ€chst mit verschiedenen Organisationsformen experimentiert worden war, wurde im Januar 1913 ein System frei wĂ€hlbarer, flexibler Kurse etabliert, durch das die herkömmlichen Jahrgangsklassen ersetzt wurden. Von Erwachsenen beraten, wĂ€hlten sich die Kinder (mit Ausnahme der weiterhin als Gruppe betreuten GrundschĂŒler) jeweils zwei oder drei Kurse, die sie wĂ€hrend eines Kursmonats oder einer sog. Kursperiode jeden Vormittag besuchten. Am Ende jedes Kursmonats wurde im Rahmen einer Kursschlussschulgemeinde ĂŒber die Arbeit in den verschiedenen Kursen berichtet. Danach wurde neu gewĂ€hlt, wobei ein Kurs gelegentlich auch ĂŒber zwei oder mehrere Kursmonate fortgesetzt werden konnte. Die Zensuren wurden durch schriftliche Kursberichte und durch periodische GesprĂ€che ĂŒber die eigenen Leistungen, das Klima in einem Kurs u. Ă€. ersetzt. Die Nachmittage – das war ein integraler Bestandteil der neuen Struktur – waren handwerklichen und musischen AktivitĂ€ten und eigenen Projekten vorbehalten, um auf diese Weise, wie Geheeb in seinem ersten Schulprospekt schrieb, „der bedenklichsten unserer Zeitkrankheiten, dem einseitigen Intellektualismus und der damit zusammenhĂ€ngenden unethischen ÜberschĂ€tzung der Technik [
] entgegen zu wirken“.cite-ref-23[23] –

WĂ€hrend die Odenwaldschule nach 1934 unter dem Zwang des Nationalsozialismus wieder zu herkömmlichen Strukturen zurĂŒckkehrte, fand die schulische Arbeit in der Ecole d’HumanitĂ© nach wie vor im Rahmen dieses Kurssystems statt.

Schulgemeinde

Bekannt wurde die Odenwaldschule schließlich durch Geheebs Stil im Umgang mit der „Schulgemeinde“. Die „Schulgemeinde“, d. h. die alle ein bis drei Wochen stattfindende Versammlung der gesamten Schule – zu Beginn der 1930er Jahre immerhin beinahe 200 Kinder und Jugendliche und rund 100 Erwachsene – war fĂŒr Geheeb das eigentliche Herz seiner Schule. In diesen Versammlungen wurde ĂŒber große und kleine Vorkommnisse informiert und diskutiert, hier wurden grundsĂ€tzliche mit der Schule oder der Welt draußen zusammenhĂ€ngende Fragen besprochen und BeschlĂŒsse gefasst oder aufgehoben. Diese Versammlung war im Grunde die einzige Struktur, die Geheeb seiner Schule 1910 als Motor und lebendige Mitte mit auf ihren Weg gegeben hatte. Alle anderen Einrichtungen waren sekundĂ€r und standen im Prinzip jederzeit zur Disposition. „Werde, der du bist“, dieser von Pindar entliehene Satz, war fĂŒr Geheeb „die oberste Maxime menschlicher Entwicklung“ und der „Inbegriff höchster pĂ€dagogischer Weisheit“. Der Satz war eine Aufforderung an jeden Einzelnen. Er galt aber auch fĂŒr die Schule als ganzes. In diesem Sinn schrieb Geheeb 1924: „TatsĂ€chlich unterziehen wir die mannigfaltigen Formen, in denen die Gemeinschaft zu realem Ausdruck und Auswirken gelangt, immer und immer wieder einer Revision aus dem Gesichtspunkte jener obersten Maxime, so dass die Formen und Einrichtungen des sozialen Lebens unserer Gemeinschaft in stĂ€ndigem Flusse begriffen sind“.cite-ref-24[24] Obschon NĂ€f 2006 auf einige wesentliche MĂ€ngel in der theoretischen Konzeption der Schulgemeinde hinweist – so u. a. das Fehlen klar definierter Kompetenzen oder die Tatsache, dass das „Personal“ der Odenwaldschule wie die Mitarbeiter in BĂŒro, KĂŒche etc. mit SelbstverstĂ€ndlichkeit nie zur Schulgemeinde gezĂ€hlt wurdecite-ref-25[25] – wird sie bis heute mehrheitlich sehr positiv beurteilt.cite-ref-26[26]

Entwickeln statt erziehen, Geheebs Kritik am herkömmlichen VerstÀndnis von Bildung und Erziehung

Geheeb erkennt zwar den Wert guter, d. h. menschengerechter Strukturen an, letztlich geht es ihm jedoch um mehr. Was er will, ist die VerĂ€nderung des VerhĂ€ltnisses von Erwachsenen und Kindern. Statt auf Unterordnung, Befehl und Gehorsam, wie bis dahin, sollte dieses auf gegenseitigem Respekt und auf Dialog beruhen. Jeder Versuch, Menschen nach einem bestimmten Plan zu erziehen, ist fĂŒr Geheeb letztlich ein illusorisches Unternehmen, in dessen Verlauf die Menschen sich „zu kĂŒmmerlichen Karikaturen dessen, was sie ihrer individuellen Bestimmung nach hĂ€tten werden sollen“ entwickeln.cite-ref-pg-ows-7-1[7]

FĂŒr Geheeb ist klar, dass sich echte Bildung nicht herstellen und vermitteln lĂ€sst, sondern dass sie das Ergebnis eigener Erlebnisse und eigenen Engagements ist und sein muss. Er greift in diesem Zusammenhang gerne auf die prĂ€gnanten SĂ€tze Fichtes zurĂŒck, der 1793 schrieb:

„Kein Mensch wird kultiviert; jeder hat sich selbst zu kultivieren. Alles bloss leidende Verhalten ist das gerade Gegenteil der Kultur! Bildung geschieht durch SelbsttĂ€tigkeit und zweckt auf SelbsttĂ€tigkeit ab.“cite-ref-27[27]

In einem in den Niederlanden gehaltenen Vortrag ergĂ€nzte Geheeb 1936: „Ich wĂŒrde am liebsten die AusdrĂŒcke ‚Erziehung‘ und ‚erziehen‘ ĂŒberhaupt nicht mehr gebrauchen, sondern vorziehen, von menschlicher Entwicklung zu sprechen. [
] Was am Vorgang der ‚Erziehung‘ vernĂŒnftigerweise haltbar ist, das ist der Entwicklungsprozess, in dem sich jeder Mensch von der Geburt bis zum Tode – und hoffentlich weit darĂŒber hinaus – befindet, der Prozess andauernder, zunĂ€chst unbewusster, allmĂ€hlich bewusst werdender Auseinandersetzung, in der sich jedes Individuum mit seiner Umgebung, mit Menschen und Dingen, mit Natur und Kultur befindet, die empfangenen EindrĂŒcke teils fruchtbar verarbeitend und als Bildungsstoffe zum Aufbau der eigenen IndividualitĂ€t assimilierend, teils aber ablehnend.“ – Die Unterscheidung von Lehrern und Zöglingen gehöre ebenso ins pĂ€dagogische Museum wie der Rohrstock, der lĂ€ngst dort gelandet sei. Stattdessen sollten die Erwachsenen als eine Art Ă€ltere Freunde mit den Kindern und Jugendlichen leben: „Man muss wirklich miteinander leben; die Erwachsenen mĂŒssen nicht nur mit den Kindern spielen, arbeiten, wandern und alle die Interessen und kleinen und grossen Freuden und Leiden des Kindes teilen, sondern letzteres auch, je nach seiner Reife, am eigenen Erleben und Schaffen teilnehmen lassen, sodass mehr oder weniger innige persönliche Beziehungen entstehen.“ Dabei dĂŒrften Erwachsene niemals als ĂŒberlegene Gesetzgeber oder FĂŒhrer auftreten. Die Heranwachsenden sollten „selbstĂ€ndig gehen lernen“, und der Erwachsene mĂŒsse sich stets bewusst sein, dass der eigene Weg niemals der des andern sein könne, dass er einem jungen Menschen „gĂŒnstigstenfalls“ dabei helfen könne, seinen eigenen Weg zu finden. Aus diesen Überlegungen ergibt sich fĂŒr Geheeb die Forderung, „alle Schulen in Lebensgemeinschaften umzuwandeln, in denen Menschen der verschiedensten Altersstufen [
] natĂŒrlich und unbefangen miteinander leben.“cite-ref-28[28] Diese Forderung entspricht dem, was Hartmut von Hentig und andere seither als „Entschulung der Schule“ beschrieben haben. Dabei tritt die Entfaltung der eigenen Interessen und das Verfolgen eigener Ziele und Projekte an die Stelle der zentral organisierten Vermittlung eines von oben vorgegebenen Schulstoffes. Aus Lehrern werden Lernbegleiter im Sinne von Carl Rogers oder Paolo Freire.

Die Umwandlung der Schule ist fĂŒr Geheeb Teil einer umfassenden gesellschaftlichen VerĂ€nderung, die ihm im Laufe seines Lebens immer dringlicher schien. Er schrieb dazu 1936: „Eine gewaltige und restlose AbrĂŒstung muss im Lager der Erwachsenen stattfinden, eine AbrĂŒstung der riesengrossen physischen und intellektuellen, wirtschaftlichen und technischen Übermacht, die der Erwachsene gegenĂŒber dem Kinde, dem bildsamsten und unterdrĂŒckbarsten Geschöpf auf Gottes verschandelter Erde mit SelbstverstĂ€ndlichkeit bisher zu gebrauchen, also zu missbrauchen pflegte.“cite-ref-29[29]

Diese „AbrĂŒstung“ ist fĂŒr Geheeb nicht Selbstzweck. Sie bildet vielmehr eine wichtige, wenn nicht die zentrale Voraussetzung dafĂŒr, dass die Menschheit nicht an den von ihr selbst gemachten Krisen zugrunde geht. In diesem Sinn mahnt Geheeb 1939: „Das Heil kommt von den Kindern [
] Wenn die heutige Menschheit diese uralte Weisheit in ihrer ganzen GrĂ¶ĂŸe und Tiefe verstĂ€nde und anzuwenden wĂŒsste, so wĂŒrde sie die Erlösung fĂŒr ungezĂ€hlte Millionen gequĂ€lter Menschen auf der ganzen Erde bedeuten, die heute, mit mehr oder weniger klarem Bewusstsein, am Ende ihrer Erwachsenenweisheit sind. Die Menschheit liegt schwer krank. [
] Wohin wir treiben? darĂŒber herrscht heillose Verwirrung. Anscheinend unlösbare politische, wirtschaftliche, kulturelle Probleme ĂŒberall; von allen Seiten drohen neue Katastrophen; soweit die verantwortlichen Staatenlenker, die Politiker und Volkswirtschaftler, die GenerĂ€le und selbst die Philosophen noch ehrlich sind, bekennen sie, am Ende ihrer Weisheit zu sein.“ Es geht Geheeb also nicht nur darum, „daß unsere Zeit dem Kinde endlich zu geben vermag, was des Kindes ist“, sondern auch darum, dass „aus den Kindern, aus der Jugend Ströme neuen Lebens kommen, die uns Erwachsene, die wir ratlos und verzweifelt vor dem Chaos stehen, aus dem Elend retten.“cite-ref-30[30]

Kritik

1999 und 2010 wurde bekannt, dass zahlreiche SchĂŒler der Odenwaldschule von Lehrerinnen und Lehrern sexuell missbraucht worden waren. Auch zu Zeiten Geheebs gab es Indizien von MissbrauchsfĂ€llen durch Erzieher. Im Schularchiv erhaltene Briefe der Eltern an die Internatsleiter wurden in einer 1998 abgeschlossenen Dissertation ausgewertet.cite-ref-31[31] Aus dieser Dissertation geht hervor, dass Paul Geheeb sexuelle Übergriffe, die ihm zur Kenntnis gebracht wurden, ignoriert oder nicht ernst genommen zu haben scheint.cite-ref-32[32] In Klaus Manns frĂŒher ErzĂ€hlung Der Alte (veröffentlicht 1925) lĂ€sst sich eine Beschreibung Paul Geheebs erkennen. Der Protagonist, Schulleiter eines Landerziehungsheims und mit den Ă€ußeren Erscheinungsmerkmalen Geheebs, wird dahingehend charakterisiert, dass er bei regelmĂ€ĂŸigen privaten Treffen mit SchĂŒlerinnen diese zu ZĂ€rtlichkeiten drĂ€ngte:

„Wenn ungefĂ€hr eine Viertelstunde vorĂŒber war, ging er zu ZĂ€rtlichkeiten ĂŒber. Er begann das MĂ€dchen zu streicheln, ja, er bettet sogar seinen Kopf, seinen weißen, unausdenkbar alten Kopf mit dem Faunsmund, in ihren Schoß, und wenn sie, zitternd und mit heißen jungen HĂ€nden seine Liebkosungen erwiderte, stammelte er: «Du Liebe, – daß du zu einem alten Manne so lieb noch sein magst», und, hinter dem weißen Barte zuckend, sucht sein großer, roter und alter Mund den ihren.“cite-ref-33[33]

Diese ErzĂ€hlung fĂŒhrte zu schweren Verstimmungen zwischen Klaus Mann und Paul Geheeb, der sich in einem Brief bei Thomas Mann beschwerte. Mit Thomas Manns vermittelnder Antwort konnte die Angelegenheit ausgerĂ€umt werden.

EinschÀtzung und AktualitÀt

Fachleute wie Adolphe FerriĂšre oder Peter Petersen, der BegrĂŒnder der Jenaplan-PĂ€dagogik, bezeichneten die Odenwaldschule in den 1920er Jahren als geglĂŒckteste AusprĂ€gung des Typus des deutschen Landerziehungsheims, eine EinschĂ€tzung, der auch Fritz Karsen, ein MitbegrĂŒnder des Bundes Entschiedener Schulreformer, und andere PĂ€dagogen zustimmten. So schrieb Karsen 1921: „Hier hört der Ă€ussere Zwang zum Lernen von allerlei Wissenschaft, der die KrĂ€fte nicht weckt, sondern vielfach geradezu unterdrĂŒckt, gĂ€nzlich auf. Individuelle Anlagen können erwachen und entwickelt werden; das unsinnige Vielerlei des Wissensstoffs und der unnatĂŒrliche Wechsel von Fach zu Fach (fĂŒnf bis sechs Mal an einem Vormittag) hört zu Gunsten einer sinnvollen Konzentration der auf einmal zu bewĂ€ltigenden Aufgaben auf. Dazu schĂŒtzt die umgebende Gemeinschaftswelt, der der Einzelne verpflichtet ist, vor uferlosem Individualismus und geistig-einseitiger Verirrung.“cite-ref-fk457ff-19-1[19]

In Herders Lexikon der PĂ€dagogik der Gegenwart, das aufgrund seines katholischen Standpunktes gegenĂŒber der Geheebschen PĂ€dagogik eher kritisch eingestellt war, hieß es 1930: „Anzuerkennen ist an G. das Vertrauen auf den gesunden Sinn unserer Jugend, der Ernst, mit dem er sie ernst nimmt, u. sein mutvolles, konsequentes Handeln, das sein Werk vielleicht zu dem umfassendsten u. kĂŒhnsten Schulversuch Deutschlands, ja vielleicht ganz Europas gemacht hat, der geradezu zu einer WallfahrtsstĂ€tte fĂŒr Suchende aus aller Herren LĂ€ndergeworden ist.“cite-ref-34[34] In einer breit angelegten Untersuchung ĂŒber die Theorie und die Praxis der kindlichen und jugendlichen Selbstbestimmung kam Johannes Martin Kamp 1995 zu dem Schluss, dass die Odenwaldschule der Geheebs mit Recht „als die modernste, pĂ€dagogisch fortschrittlichste und radikalste Neue Schule in Deutschland“ gegolten habe.cite-ref-35[35]

In den letzten Jahren wurde vor allem von NĂ€f verschiedentlich auf die politische Brisanz von Geheebs PĂ€dagogik hingewiesen. In seinem Denken nehme Geheeb vieles vorweg, was seither von der AntipĂ€dagogik, der Kinderrechtsbewegung oder dem weltlich liberalen Teil der Homeschool- bzw. Nonschoolbewegung aufgegriffen wurde. Seine Position des „niemand wird kultiviert, jeder hat sich selbst zu kultivieren“ entspreche der in den 1950er Jahren entwickelten Lernpsychologie der humanistischen Psychologie und sei von dem Schweizer Kinderarzt Remo H. Largo († 2020) und dem Hirnforscher Gerald HĂŒther bestĂ€tigt worden.

Trotz ihrer Brisanz und AktualitĂ€t seien die theoretischen Aussagen Geheebs, so NĂ€f im Jahr 2006 in einem Überblick ĂŒber die entsprechende SekundĂ€rliteratur, von der Forschung bis in die jĂŒngste Zeit kaum diskutiert worden. Stattdessen werde Geheeb in der Regel lediglich als Leiter einer bekannten Reformschule und als ein prominenter Verfechter der Koedukation wahrgenommen. Dies bedeute eine Reduktion und Verharmlosung der geheebschen PĂ€dagogik, die dieser nicht gerecht werde.cite-ref-36[36]

Auszeichnungen

‱ 1960: Goethe-Plakette des Landes Hessen.

Schriften

‱ Die Odenwaldschule 1909–1934. Texte von Paul Geheeb. Berichte und Diskussionen von Mitarbeitern und SchĂŒlern. Hrsg. von Ulrich Herrmann. Jena 2010, ISBN 978-3-941854-15-4.
‱ Rede zur Eröffnung der Odenwaldschule. 1910. (u. a. veröffentlicht in: D. Benner, H. Kemper (Hrsg.): Quellentexte zur Theorie und Geschichte der ReformpĂ€dagogik. Teil 2: Die pĂ€dagogische Bewegung von der Jahrhundertwende bis zum Ende der Weimarer Republik. Weinheim u. a. 2001, S. 159–160)
‱ Die Odenwaldschule (Programm und Werbeschrift). Darmstadt 1911. (Wiederabgedruckt in: W. Flitner u. a. (Hrsg.): Die Deutsche ReformpĂ€dagogik. Band 1. DĂŒsseldorf / MĂŒnchen 1961, S. 88–93.)
‱ Die Odenwaldschule. Ihre geistigen Grundlagen. In: Franz Hilker (Hrsg.): Deutsche Schulversuche. Berlin 1924, S. 91–101. (Wieder abgedruckt in: Eva Cassirer (Hrsg.) 1960, S. 154–165.)
‱ mit Edith Geheeb: Die Odenwaldschule. 1925. (Prospekt. U. a. wiederabgedruckt in: Inge Hansen-Schaberg, Bruno Schonig (Hrsg.): Landerziehungsheim-PĂ€dagogik (= Reformpaedagogische Schulkonzepte. Band 2). Baltmannsweiler 2002, S. 142–150.
‱ Koedukation und weibliche Bildung. Eine Problemstellung. In: Die neue Erziehung. 8. Jg. H. 2, Berlin, Febr. 1926, S. 107–110. (Wieder abgedruckt in: Inge Hansen-Schaberg, Bruno Schonig (Hrsg.): Landerziehungsheim-PĂ€dagogik (= Reformpaedagogische Schulkonzepte. Band 2). Baltmannsweiler 2002, S. 26–31.
‱ Die Odenwaldschule im Lichte der Erziehungsaufgaben der Gegenwart. Vortrag in der Volkshochschule in Halle a. S. am 2. Juni 1930. (U. a. abgedruckt in: D. Benner, H. Kemper (Hrsg.): Quellentexte zur Theorie und Geschichte der ReformpĂ€dagogik. Teil 2: Die pĂ€dagogische Bewegung von der Jahrhundertwende bis zum Ende der Weimarer Republik. Weinheim u. a. 2001, S. 153–157.)
‱ Ansprache von Paul Geheeb an seine Mitarbeiter und Zöglinge anlĂ€sslich der Aufnahme seiner erzieherischen Arbeit in Versoix am 17. April 1934. (U. a. veröffentlicht in: Hans NĂ€f (Hrsg.): Eine menschliche Schule. Die Ecole d’HumanitĂ© von innen gesehen. Zytglogge, Oberhofen bei Thun 2009, S. 32–37.)
‱ Leben und Arbeiten mit Kindern. Vortrag in Utrecht, 18. April 1936 anlĂ€sslich der Konferenz der hollĂ€ndischen Sektion der New Education Fellowship zum Thema Wie lernen wir zusammenleben? Privatdruck 1936. (Kopie u. a. im Geheeb-Archiv der Ecole d’HumanitĂ©.)
‱ Unveröffentlichtes Manuskript als Antwort auf Hans Strickers Aufsatz Das Jahrhundert des Kindes – ein Irrweg. In: Nationalzeitung. 16. Februar 1939. Erstmals veröffentlicht in: Walter SchĂ€fer (Hrsg.): Paul Geheeb. Briefe. Stuttgart 1970, S. 195–197.
‱ Psychohygiene in der Odenwaldschule und in der Ecole d’HumanitĂ©. In: Maria Pfister-Ammende (Hrsg.): Geistige Hygiene. Forschung und Praxis. Benno Schwabe Verlag, Basel 1955, S. 73–82.
‱ Briefe. Herausgegeben von Walter SchĂ€fer. Stuttgart 1970.

Literatur

‱ Elisabeth Badry: PĂ€dagogische GenialitĂ€t in einer Erziehung zur Nicht-Anpassung und zum Engagement. Studien ĂŒber GrĂŒnder der frĂŒhen deutschen Landerziehungsheimbewegung: Hermann Lietz und Gustav Wyneken. Bonn 1976.
‱ Roland Bast: Kulturkritik und Erziehung. Anspruch und Grenzen der ReformpĂ€dagogik. Dortmund 1996.
‱ Otto Friedrich Bollnow: Geheeb, Paul Hermann Albert Heinrich. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 6. Duncker & Humblot, Berlin 1964, ISBN 3-428-00187-7, S. 131–132 (deutsche-biographie.de).
‱ Judith BĂŒschel: Edith Geheeb. Eine ReformpĂ€dagogin zwischen pĂ€dagogischem Ideal und praktischem Schulmanagement. Berlin 2004.
‱ Eva Cassirer u. a. (Hrsg.): Die Idee einer Schule im Spiegel der Zeit. 40 Jahre Odenwaldschule. Heidelberg 1950.
‱ Eva Cassirer u. a. (Hrsg.): Erziehung zur HumanitĂ€t. Paul Geheeb zum 90. Geburtstag. Heidelberg 1960.
‱ Henry R. Cassirer: Und alles kam anders 
 Ein Journalist erinnert sich. Konstanz 1992.
‱ Theo Dietrich (Hrsg.): Die Landerziehungsheimbewegung. Klinkhardts pĂ€dagogische Quellentexte, Bad Heilbrunn 1967.
‱ Inge Hansen-Schaberg: Minna Specht. Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung 1918 bis 1951. Frankfurt am Main 1992.
‱ Inge Hansen-Schaberg, Bruno Schonig (Hrsg.): Landerziehungsheim-PĂ€dagogik. (= Reformpaedagogische Schulkonzepte. Band 2). Baltmannsweiler 2002.
‱ Barbara Hanusa: Die religiöse Dimension der ReformpĂ€dagogik Paul Geheebs. Die Frage nach der Religion in der ReformpĂ€dagogik. Leipzig 2006.
‱ Johannes-Martin Kamp: Kinderrepubliken. Geschichte, Praxis und Theorie radikaler Selbstregierung in Kinder- und Jugendheimen. Opladen 1995.
‱ Wolfgang Keim (Hrsg.): Kursunterricht. BegrĂŒndungen, Modelle, Erfahrungen. Darmstadt 1997.
‱ Friedrich Koch: Der Aufbruch der PĂ€dagogik. Welten im Kopf: Bettelheim, Freinet, Geheeb, Korczak, Montessori, Neill, Petersen, Zulliger. Hamburg 2000, ISBN 3-434-53026-6.
‱ Birte Lembke-Ibold: Paul Geheeb: Gemeinschaft und Familie im Landerziehungsheim. Hamburg 2010.
‱ Armin LĂŒthi, Margot Schiller (Hrsg.): Edith Geheeb-Cassirer zu ihrem 90. Geburtstag. Meiringen 1975.
‱ Martin NĂ€f: Paul Geheeb. Seine Entwicklung bis zur GrĂŒndung der Odenwaldschule. Weinheim 1998, ISBN 3-89271-730-3.
‱ Martin NĂ€f: Paul und Edith Geheeb-Cassirer. GrĂŒnder der Odenwaldschule und der Ecole d’HumanitĂ©. Deutsche, internationale und schweizerische ReformpĂ€dagogik 1910–1961. Weinheim 2006, ISBN 3-407-32071-X.
‱ Martin NĂ€f: ReformpĂ€dagogik ist nicht gleich ReformpĂ€dagogik. Onlinefassung von Wyneken und Geheeb: Gemeinsame AnfĂ€nge – getrennte Wege – kontrĂ€re Ziele. Von Wynekens Freier Schulgemeinde Wickersdorf zu Geheebs Odenwaldschule Oberhambach und zur Ecole d’Humanite in Goldern CH. In: Jahrbuch des Archivs der Deutschen Jugendbewegung. 3/2006, Schwalbach/Ts 2007, S. 119–146.
‱ Martin NĂ€f: Die Befreiung der Kinder. Paul Geheebs pĂ€dagogische Ideen in unserer Zeit. Ein fiktiver Brief. In: Hans NĂ€f (Hrsg.): Eine menschliche Schule. Die Ecole d’Humanite von innen gesehen. Zytglogge, 2009, S. 291–303.
‱ Thomas Nitschke: Die Gartenstadt Hellerau als pĂ€dagogische Provinz. Dresden 2003.
‱ Walter SchĂ€fer: Erziehung im Ernstfall. Die Odenwaldschule 1946–1972. Frankfurt am Main 1979.
‱ Walter SchĂ€fer: Paul Geheeb. Mensch und Erzieher. (= Aus den Deutschen Landerziehungsheimen. Heft 4). Stuttgart um 1960.
‱ Ulrich Schwert: Landerziehungsheimbewegung. In: Handbuch deutscher Reformbewegungen 1880 bis 1933. Wuppertal 1998, S. 395–409.
‱ Ellen Schwitalski: Werde, die du bist – Pionierinnen der ReformpĂ€dagogik. Die Odenwaldschule im Kaiserreich und in der Weimarer Republik. Bielefeld 2004.
‱ Dennis Shirley: The politics of progressive education. The Odenwaldschule in Nazi Germany. Harvard University Press, Cambridge Mass. 1992. (2010 unter dem Titel „ReformpĂ€dagogik im Nationalsozialismus: die Odenwaldschule 1910 bis 1945“ auf Deutsch im Juventa-Verlag Weinheim erschienen).
‱ Ehrenhard Skiera: ReformpĂ€dagogik in Geschichte und Gegenwart. Eine kritische EinfĂŒhrung. MĂŒnchen/Wien 2003.
‱ Christel Stark: Idee und Gestalt einer Schule im Urteil des Elternhauses. Eine Dokumentation ĂŒber die Odenwaldschule zur Zeit ihres GrĂŒnders und Leiters Paul Geheeb – 1910–34. Dissertation. Heidelberg 1998.
‱ Martin Wagenschein: Erinnerungen fĂŒr Morgen. Weinheim/Basel 1983.

Weblinks

Commons

: Paul Geheeb

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

‱ Literatur von und ĂŒber Paul Geheeb im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
‱ Paul Geheeb: Die Odenwaldschule im Licht der Erziehungsaufgaben der Gegenwart. 1930
‱ http://www.martinnaef.ch/downloads/naef_wyneken_geheeb.htm
‱ Homepage der Ecole d’Humanite
‱ Tonaufnahmen von Paul und Edith Geheeb-Cassirer, Minna Specht, Beatrice Ensor und weiteren Personen aus dem Umfeld der Gehebs.
‱ Paul Geheeb im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
‱ Geheeb, Paul Hermann Albert Heinrich. Hessische Biografie. (Stand: 7. MĂ€rz 2023). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Gemeint ist Otto Schmiedel (1858–1926), der im Herbst 1887 im Auftrag des Allgemeinen Evangelisch-Protestantischen Missionsvereins fĂŒr ca. 7 Jahre nach Japan ging und danach bis 1924 erneut als Lehrer am Eisenacher Gymnasium tĂ€tig war. Vgl. dazu den entsprechenden Briefwechsel im Geheeb-Archiv der Ecole d’HumanitĂ©. sowie in Bezug auf Schmiedels Arbeit in Japan: Heyo Erke Hamer: Mission und Politik. Mainz 2002.
cite-note-22. ↑ Paul Geheeb diktiert Ida Harth aus seinem Leben. Bayrisch Zell 1958; in der Korrespondenz Geheeb/Philipp und Ida Harth im Geheeb-Archiv der Ecole d’HumanitĂ©; unveröffentlicht.
cite-note-33. ↑ Georg Schwartzer (Hrsg.): Adreßbuch des Allgemeinen Deutschen Burschenbundes. Stand vom 1. August 1919, Max Schlutius, Magdeburg 1919, S. 43
cite-note-44. ↑ Paul Freimut: Die Bedeutung der studentischen Korporation und die wahre Aufgabe des deutschen Studenten. Ideen zur Beurteilung der studentischen VerhĂ€ltnisse. Herm. Rifel & Cie., Hagen i.W. 1891, Zitat S. 34.
cite-note-55. ↑ Zu Geheebs VerhĂ€ltnis zu Kirche und Religion siehe neben den entsprechenden Abschnitten in NĂ€f 1998 und 2006 besonders Barbara Hanusa: Die religiöse Dimension der ReformpĂ€dagogik Paul Geheebs; Leipzig 2006.
cite-note-66. ↑ zeno.org
cite-note-pg-ows-77. ↑ Paul Geheeb: Die Odenwaldschule im Lichte der Erziehungsaufgaben der Gegenwahrt. 1930.
cite-note-88. ↑ Zum Konflikt mit Wyneken siehe neben NĂ€f 1998 auch Heinrich Kupffer: Gustav Wyneken. Stuttgart 1970, S. 55 ff. sowie Martin NĂ€f: Wyneken und Geheeb: Gemeinsame AnfĂ€nge – getrennte Wege – kontrĂ€re Ziele. In: Jahrbuch des Archivs der Deutschen Jugendbewegung. 3/2006, Schwalbach/Ts 2007, S. 119–146, online verfĂŒgbar unter dem Titel ReformpĂ€dagogik ist nicht gleich ReformpĂ€dagogik
cite-note-99. ↑ Siehe dazu NĂ€f 1998 sowie zu Hellerau speziell Thomas Nitschke: Die pĂ€dagogische Provinz. Schulen und Schulversuche in Hellerau. In: Dresdner Hefte. 15 Jg., H. 3 1997, S. 65–72 und ders.: Die Gartenstadt Hellerau als pĂ€dagogische Provinz. Dresden 2003.
cite-note-1010. ↑ Vom "Haubinder Judenkrach" ĂŒber die Odenwaldschule. aufgerufen am 11. Januar 2015.
cite-note-1111. ↑ Arnulf Moser: Wilhelm von Scholz. Die Familie des Dichters und die Odenwaldschule, in: Schriften des Vereins fĂŒr die Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung, 128. Heft 2010, Thorbecke Verlag, Ostfildern 2010, S. 169–179; Digitalisat.
cite-note-1212. ↑ Walter SchĂ€fer (Hrsg.): Die Vereinigung der deutschen Landerziehungsheime. In: Berichte aus der Odenwaldschule. 6. Jg. Heft 2, Juli 1960, S. 70–84. Walter SchĂ€fer (Hrsg.): Paul Geheeb Briefe. Stuttgart 1970; besonders S. 119 ff.
cite-note-1313. ↑ Vgl. dazu Hartmut Alphei (Hrsg.): Lesebuch mit Quellen zur Geschichte der Odenwaldschule in der Zeit von 1933 bis 1946. In: Archiv der Odenwaldschule. Unveröffentlichte Dokumentation, September 1993, unpaginiert Hartmut Alphei: Die Odenwaldschule im Übergang (1945/46). In: Reiner Lehberger (Hrsg.): Schulen der ReformpĂ€dagogik nach 1945. Hamburg 1995, S. 95–116. Hartmut Alphei: Erziehung in Verantwortung vor der Geschichte. Die Odenwaldschule im Nationalsozialismus. In: Helmut Arndt, Henner MĂŒller-Holtz (Hrsg.): Schulerfahrungen – Lebenserfahrungen. Anspruch und Wirklichkeit von Bildung und Erziehung heute. ReformpĂ€dagogik auf dem PrĂŒfstand. Frankfurt u. a. 1996, S. 99–118. (online) (Memento vom 1. Mai 2006 im Webarchiv archive.today)
cite-note-1414. ↑ Paul Geheeb: Ansprache anlĂ€sslich der Aufnahme der erzieherischen Arbeit in der Schweiz am 17. April 1934. In: Hans NĂ€f (Hrsg.): Eine menschliche Schule. Die Ecole d’HumanitĂ© von innen gesehen. Zytgloggeverlag, Oberhoven am Thunersee 2009, S. 32 ff., Zitat S. 34–35.
cite-note-1515. ↑ Michael Hepp (Hrsg.): Die AusbĂŒrgerung deutscher Staatsangehöriger 1933-45 nach den im Reichsanzeiger veröffentlichten Listen. Band 1: Listen in chronologischer Reihenfolge. de Gruyter Saur, MĂŒnchen/New York/London/Paris 2010, ISBN 978-3-11-095062-5, S. 575 (Nachdruck der Ausgabe 1985).
cite-note-1616. ↑ Siehe dazu die Erinnerungen von Rosemarie Varga sowie Armin und Natalie LĂŒthi-Peterson in Hans NĂ€f (Hrsg.): Eine menschliche Schule. Die École d’HumanitĂ© von innen gesehen. Zytgloggeverlag, Oberhofen am Thunersee 2009.
cite-note-1717. ↑ Zu ihnen gehören z. B. Otto Friedrich Bollnow und insbesondere Martin Wagenschein, der von 1924 bis 1933 in Geheebs Odenwaldschule arbeitete und im deutschen Sprachraum seit den 1950er Jahren durch seine Arbeiten zu einer exemplarisch-sokratisch-genetischen Lehr- und Lernweise bekannt wurde.
cite-note-1818. ↑ otto-friedrich-bollnow.de, abgerufen am 18. Oktober 2015.
cite-note-fk457ff-1919. ↑ Fritz Karsen: Ein Besuch in der Odenwaldschule. In: Der Elternbeirat. 2, Berlin 1921, S. 457 ff.
cite-note-2020. ↑ Vgl. dazu u. a. die (Quellen)-Texte zum Thema Koedukation in Inge Hansen-Schaberg, Bruno Schonig (Hrsg.): Landerziehungsheim-PĂ€dagogik (= ReformpĂ€dagogische Schulkonzepte. Band 2). Baltmannsweiler 2002; Edith Glumpler (Hrsg.): Koedukation. Entwicklungen und Perspektiven. Bad Heilbrunn 1994; Inge Hansen-Schaberg: Die pĂ€dagogische Reformbewegung und ihr Umgang mit der Koedukation. In: E. Kleinau, C. Opitz (Hrsg.): Geschichte der MĂ€dchen- und Frauenbildung in Deutschland. Band 2, Frankfurt am Main 1996, S. 219–229; Sowie Marianne Horstkemper: Die Koedukationsdebatte um die Jahrhundertwende. In: E. Kleinau, C. Opitz (Hrsg.): Geschichte der MĂ€dchen- und Frauenbildung in Deutschland. Band 2. Frankfurt am Main 1996, S. 203–218.
cite-note-2121. ↑ Paul Geheeb: Koedukation als Lebensanschauung. Erstmals erschienen in Die Tat. Hier zitiert nach dem Wiederabdruck in: Eva Cassirer (Hrsg.): Erziehung zur HumanitĂ€t. Heidelberg 1960, S. 116 ff., Zitat S. 122.
cite-note-2222. ↑ Otto Erdmann: Die Arbeitsorganisation der Odenwaldschule. In: Die Tat. 5, 1914, S. 1284–1288, wieder abgedruckt in: Wolfgang Keim (Hrsg.): Kursunterricht. BegrĂŒndungen, Modelle, Erfahrungen. Darmstadt 1997, S. 151–159.
cite-note-2323. ↑ Paul Geheeb: Prospekt der Odenwaldschule. 3. Auflage. MĂ€rz 1911.
cite-note-2424. ↑ Paul Geheeb: Die Odenwaldschule. Ihre geistigen Grundlagen. In: Franz Hilker (Hrsg.): Deutsche Schulversuche. Berlin 1924, S. 91–101, Zitat auf S. 97.
cite-note-2525. ↑ NĂ€f 2006, S. 150 ff.
cite-note-2626. ↑ Vgl. dazu etwa Helmwart Hierdeis: Die „Schulgemeinde“ in der Odenwaldschule unter Paul Geheeb. In: Lenz Kriss-Rettenbeck, Max Liedtke (Hrsg.): Regionale Schulentwicklung im 19. und 20. Jahrhundert. Bad Heilbrunn 1984, S. 273–283; Franz-Michael Konrad: Die Schulgemeinde: Ein reformpĂ€dagogisches Modell zur Förderung sozial-moralischen Lernens in Schule und JugendfĂŒrsorge. In: PĂ€dagogisches Forum. Heft 4, 1995, S. 181–193.
cite-note-2727. ↑ Diese von Geheeb hĂ€ufig zitierten SĂ€tze finden sich in Fichtes 1793 in Danzig erschienenem Beitrag zur Berichtigung der Urteile des Publikums ĂŒber die französische Revolution.
cite-note-2828. ↑ Paul Geheeb: Leben und arbeiten mit Kindern. Vortrag gehalten in Utrecht am 18. April 1936, S. 6–7.
cite-note-2929. ↑ Paul Geheeb: Leben und arbeiten mit Kindern. Vortrag gehalten in Utrecht am 18. April 1936, S. 8.
cite-note-3030. ↑ Paul Geheeb: Unveröffentlichtes Manuskript als Antwort auf Hans Strickers Aufsatz Das Jahrhundert des Kindes – ein Irrweg. zuerst in der Nationalzeitung vom 16. Februar 1939; Erstmals veröffentlicht in: W. SchĂ€fer: Paul Geheeb. Briefe. Stuttgart 1970, S. 195–197, Zitate 195f.
cite-note-3131. ↑ Christl Stark: Idee und Gestalt einer Schule im Urteil des Elternhauses. (PDF; 2,4 MB) Dissertation. PĂ€dagogische Hochschule Heidelberg, 1998.
cite-note-3232. ↑ Matthias Bartsch, Markus Verbeet: Die Wurzeln des Missbrauchs. Spiegel Online, 19. Juli 2010.
cite-note-3333. ↑ Klaus Mann: Der Alte. In: Klaus Mann: Vor dem Leben ErzĂ€hlungen. Enoch, Hamburg 1925, S. 131–141.
cite-note-3434. ↑ Josef Spieler u. a. (Hrsg.): Lexikon der PĂ€dagogik der Gegenwart. Herder, Freiburg i. B. 1930, S. 890–891.
cite-note-3535. ↑ Johannes-Martin Kamp: Kinderrepubliken. Geschichte, Praxis und Theorie radikaler Selbstregierung in Kinder- und Jugendheimen. Opladen 1995, S. 345.
cite-note-3636. ↑ NĂ€f 2006, S. 48.